NORDIC-BLUES-BLEND
Story zur Bluesharp
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Nach der Auflösung der NBB habe ich immer wieder Gastauftritte bei verschiedenen Bands absolviert, mich aber dabei mehr dem Spiel auf der Bluesharp gewidmet.

Das Harpspiel gibt mir die zudem Möglichkeit mit Musikern zusammenzuarbeiten dessen Bands bereits  ausreichend mit Instrumentalisten ausgestattet sind und die zuweilen für bestimmte Bluesstücke den speziellen Sound einer Harp benötigen.

Dieses Instrument wird oft verkannt und hat doch eine legendäre Geschichte hinter sich.

Mitte des 19. Jahrhunderts spielten Cowboys auf der Mundharmonika, um ihre ruhelosen Herden zu beruhigen, ihre Pferde zu besänftigen und auf den langen Trails Richtung Westen nicht ganz allein zu sein.

Der ältere Bruder von Jesse James, Frank, trug eine Mundharmonika in der Tasche an der – so will es die Legende – eine Kugel abprallte, was ihn vor dem Tod rettete und ihn bis ins 20. Jahrhundert überleben ließ.

Ähnliche Geschichten gab es auch von Soldaten dessen Harp in der Tasche eine Kugel abprallen ließ und sie damit überlebten. Auszug Legendäre Mundharmonikageschichten Hohner Pocket Guide.

Gerade für arme Musiker in den Südstaaten, die sich nicht viel leisten konnten, war die Harp ein geeignetes Instrument. Sie war vielseitig, doch schon für wenig Geld zu haben.

Kurz nach der Jahrhundertwende bekam man bereits eine gute Mundharmonika für fünf Cent, vor dem ersten Weltkrieg stieg der Preis auf zehn Cent an, während der Weltkriege zahlte man für sie 25 bis 50 Cent und nach dem Krieg etwa 2 Dollar.

Gerade die Arbeit auf dem Feld ließ sich mit der Mundharmonika erleichtern. Viele Arbeiter brachten ihre Hosentascheninstrumente mit auf die Plantagen.

Sie ließen sich sehr viel besser transportieren als jede andere Form von Musikinstrument und manche Plantagenbesitzer sorgten sogar dafür, dass Musiker engagiert wurden, um den Arbeitern etwas vorzuspielen und sie damit zu schnellerem und motiviertem Arbeiten zu bringen.

Dabei war das professionelle Spielen der Mundharmonika schon damals nicht einfach. Die Atmungsvorgänge, die man benötigte, um das Beste aus ihr herauszuholen, waren äußerst kompliziert.

Für den Blues eignete sich das kleine Instrument jedoch bestens. Die Klänge ließen sich bis ins kleinste Detail modellieren und die Töne konnten je nach Belieben gebogen und gezogen werden, die Mundharmonika stöhnte, seufzte, weinte und lachte.

So wurde die Harp zu einer Art Gesprächspartner des Bluessängers, die auf seinen Gesang mit ihrer eigenen Art antwortete. Das so genannte Cross Harp Spiel etablierte sich schon sehr früh. Hierbei wurde ein Instrument gewählt, das eine Quarte höher war als die Tonart, in der man eigentlich spielte. Man konnte so Töne zusätzlich einfließen lassen, die durch eine Verdrängung des Mund-Rachenraums entstehen.

Die Blues Harp wird von den heutigen Musikern ebenso gespielt wie vor hundert Jahren.

Musiker wie Billy Branch, Rod Piazza, William Clarke, Paul Lamb oder Kim Wilson gelten als Vertreter der alten und traditionellen Schule. Sie halten die Entwicklung des Blues mit Little Walter für abgeschlossen. Andere wie John Popper und Sugar Blue sehen auch heute noch eine deutliche Entwicklung bei der Musik, die man mit der Blues Harp machen kann.

Mit avancierten Spieltechniken und dem Aufbrechen der klassischen Blues Besetzung versuchen sie, sich um neue Innovationen im Genre zu bemühen. Doch auch Künstler wie Corky Siegel sind auf diesem Gebiet versiert.

Er strebt mit seinem Chamber Blues Projekt eine Mischung aus Bluesharmonika und klassischer Kammermusik an.

Seit der Blues auch in Europa eine Rolle spielt, gibt es eine große Zahl an noch immer aktiven Musikern, die das Harmonikaspiel unterstützen. So unter anderem John Mayall, Paul Jones und jüngere Künstler wie Paul Lamb, der fünf Mal hintereinander zum besten Harpspieler der englischen Szene gewählt wurde, Rory McLeod und Steve Baker, der auch in Deutschland mit Künstlern wie Udo Lindenberg und Franz-Josef Degenhardt zusammen gearbeitet hat und hier auf andere Mundharmonikaspieler wie Klaus Kilian, Udo Wolf und Bernhard Dill gestoßen ist. Auszug Bluessource: Blues Harp- die Geschichte der Mundharmonika

 

Alles in allem ein Instrument welches im Blues viele Möglichkeiten bietet und deshalb auch von mir so gern gespielt wird. 

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